Unsere Lieblinge und Lehrmeister, Charakterköpfe und Hauptdarsteller präsentieren sich ganz persönlich…

Der beste Reitlehrer ist unter dem Sattel.

vom Schluensee

Im Jahr 2006 wurde ich das erste Pferd im Hause Fürst. Alle vier Fürsts haben auf mir gelernt zu reiten. Jetzt trage ich meistens die kleinen und großen Anfänger spazieren. Dabei mache ich keinen Schritt mehr als nötig, bin sehr gefräßig und für jeden Spaß zu haben. Manchmal sagen Sie, ich muss etwas abnehmen, aber ich finde mich toll so wie ich bin. Beim Ausreiten kann ich sogar unser schnellstes Pferd überholen, wenn ich motiviert bin.

vom Goldbachhof

Von vielen Kindern bin ich das Lieblingspferd, weil ich ruhig und angenehm im Umgang bin. Beim Reiten weiß ich jedoch, wie ich euch zum Schwitzen bringe. Abbiegen lernt ihr auf mir auch sehr gut, wenn ihr das nämlich falsch macht, gehe ich einfach gerade weiter. Ich habe schon viele Schüler beim Reiterpass begleitet. Die Kinder von Roman und Sabine habe ich damals auch brav durch Reiterpass und Reiternadel getragen. Beim Ausreiten will ich mich im Schritt nicht beeilen, sollen die anderen doch warten. Im Galopp zeige ich dann allen, dass ich für mein Alter noch sehr schnell werden kann und die Kinder müssen sich bemühen, damit ich die Reitlehrerinnen nicht überhole. Da soll noch einmal einer sagen, ich sei langsam.

vom Semriach

Trab wird überbewertet, deshalb habe ich ihn gleich mal weggelassen, ich tölte lieber. Wobei immer alle sagen, ich „schweindel“. Ist doch angenehm. Zumindest finden das alle Anfänger bei ihren ersten Stunden, weil ich sie nicht so durchschüttle, wie meine trabenden Freunde. Vom Temperament bin ich die angenehmste, sagen sie. Nicht langsam, aber immer regulierbar, sogar von den Kleinsten. Ich passe immer auf meine Reiter auf. Deswegen schätzen mich alle, ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Leider musste ich schon öfter wegen Koliken operiert werden, deswegen schauen alle ganz besonders auf mich. Aus diesem Grund darf ich auch nur mehr getrocknete Hagebutten als Leckerli essen.

vom Hausruckhof

Ich bin klein, lieb und unschuldig. Naja, vielleicht nicht immer unschuldig, wenn sie sich mal wieder aufregen, dass ich das Brot geklaut habe und alles ansabbere. Brot schmeckt nun mal so gut. Kinder liebe ich über alles, Ewachsene sind mir schon lange zu schwer und wollen zu viel. Am liebsten springe ich in unserer Ovalbahn, da kann man so schön laufen. Seit 2008 bin ich Leonores Pferd, das ist Leonies Mutter. Vorher war ich Schulpferd in Ampflwang, bin dort immer die Töltstunden mitgelaufen. Tölten kann ich nämlich ausgesprochen gut. Manche älteren Ampflwangurlauber werden mich noch unter „SI“ kennen.

frá Svalbardseri

Ursprünglich bin ich aus Island, deswegen bin ich der Flauschigste von allen. In meinem Alter mag man es gerne gemütlich, deswegen trage ich jetzt die kleinen, leichten Kinder spazieren. Bis 2020 habe ich etliche Schüler brav durch den Reiterpass getragen, jetzt genieße ich meine Altersteilzeit. Ich will, dass sich jemand mit mir beschäftigt und mich bewegt, sonst werde ich schnell depressiv und baue enorm ab. Früher war ich Turnierpferd, danach kam ich zu Sandra und bin allen unter dem Hintern davongelaufen. Durchgehen haben sie das genannt. Das Alter macht einen doch viel ruhiger, heute zeige ich nur mehr selten, dass ich noch richtig schnell rennen kann.

vom Stefanihof

2018 bin ich zu den Legaponys gekommen und gleich gedeckt worden, da meine Kollegin Hríma einfach nicht in den Hänger einsteigen und auf den „Ausflug“ mitfahren wollte.

Schwupps hatte ich ein Fohlen. Hübsch ist sie geworden, meine Hending. Bei den Eltern auch kein Wunder. Ich laufe gerne schnell im Schweinepass, kann aber echt nett gehen, wenn sich mein Reiter bemüht. Die lasse ich aber gerne etwas arbeiten, deswegen bekomme ich nur Fortgeschrittene.

Bei mir muss man entspannt atmen und sehr viel Vertrauen in mich haben, sonst nehme ich meinen Kopf hoch und renne schon mal davon. Damit jeder weiß, dass ich das so nicht mag. Am glücklichsten bin ich, wenn ich am hingegebenen Zügel durch den Reitplatz traben kann. Ich führe auch oft die Ausritte mit Sabine oder Leonie an.

vom Eisteich

Der jüngste Sohn der Familie Fürst hat mich ausgesucht, als ich 2,5 Jahre alt war. Mittlerweile habe ich schon zwei Fohlen zur Welt gebracht, Runa und Snotri. Jetzt bin ich froh, dass ich wieder trainiert werde, denn das Dasein als Mama finde ich schon etwas eintönig. Im Moment werde ich nach meiner Babypause auftrainiert. Mal sehen, wie brav ich werde.

Alle fragen schon, ob sie mich auch einmal reiten könnenvielleicht werde ich ihnen diesen Wunsch schon bald erfüllen.

von Festenberg

Am liebsten bin ich in meiner Herde, da brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Sobald man mich von meinen vierbeinigen Freunden weg holt, sieht die Welt dann doch sehr gefährlich aus. Vor allem Hasen und Fasane finde ich furchtbar. Deswegen kann ich nur von sehr unerschrockenen und ruhigen Reitern geritten werden, die mir Sicherheit geben. Ich habe angenehme Grundgänge und kann besonders gut galoppieren. Da es sehr anstrengend ist, mich so viel zu fürchten, hoffe ich, dass ich bald Jemandem so richtig vertrauen kann. Die Menschen hier bemühen sich schon sehr darum, es fällt mir aber dennoch recht schwer.

vom Leibsdorferhof

Als ehemaliges Turnierpferd bin ich nur für die ganz guten, ruhigen Reiter zu haben. Alle anderen machen mir zu viel Stress, dem ich so schnell wie möglich davonrenne und ich renne sehr schnell. Hänger machen mir richtig Angst, deswegen bleibe ich immer am Hof. Sogar die Hengste kommen zu mir. Wenn man zu viel Druck macht, will ich weg. Das beginnt schon beim Holen, also kommt nicht mit der Absicht mich zu holen. Feinfühligen ruhigen Zweibeinern, denen ich vertrauen kann, folge ich überall hin (außer natürlich in den Hänger) und bin stets aufmerksam und sehr reaktiv. Jetzt höre ich Sabine und die anderen immer davon reden, dass wir Verladetraining machen. Mir graut schon davor, hoffentlich meinen sie es nicht ernst. Im Moment bin ich Mami und das gefällt mir sehr gut. Ich passe auch auf die Fohlen der anderen Stuten sehr gut auf. Als Leitstute der Stutenherde fühle ich mich auch sehr wohl.

vom Hausruckhof

2005 im Urlaub lernte Leonie mich kennen und trotz anfänglicher Schwierigkeiten verliebte sie sich, nach der zweiten Reitstunde, in mich. Sie sagt immer, ich wäre extrem ungezogen gewesen, das kann ich mir aber nicht vorstellen. Nach längerem betteln wurde ich dann zu Ostern 2006 ihr erstes Pferd. Seitdem habe ich mich sehr verändert. Heute nennt sie mich Professor Frami, weil man von mir sehr viel lernen kann, ich alle Fehler verzeihe und sehr geduldig bin, außer es geht ums Essen ;). Leider spielen meine Beine nicht mehr so mit, deswegen wurde mir eine Aufgabe anvertraut. Ich werde Junghengst-Onkel und darf unserer Nachzucht Manieren beibringen. Sonst genieße ich meine Pension mit viel Bodenarbeit und gelegentlichen Schrittausritten.